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Josef Albers

Josef Albers

Bottrop 1888 -
New Haven/Connecticut 1976


Der deutsch-amerikanische Maler und Kunstlehrer Josef Albers wird am 19.3.1888 in Bottrop geboren. 1905 absolviert er in Langenhorst und Büren die Ausbildung zum Lehrer und ist in Büren bis 1913 tätig. Dann geht er nach Berlin und studiert dort 1913-15 an der Königlichen Kunstschule, macht auch die Prüfung als Kunstlehrer. 1916 wechselt er nach Essen und besucht dort bis 1919 die Kunstgewerbeschule. Danach geht er an die Akademie in München, wo er in die Malklasse von Franz von Stuck aufgenommen wird. 1920 schließlich schreibt sich Albers am Bauhaus in Weimar ein. 1923 erhält er von Walter Gropius einen Lehrauftrag für Werklehre, 1925 erfolgt die Ernennung zum Jungmeister. Josef Albers übernimmt die Glaswerkstatt und leitet gemeinsam mit László Moholy-Nagy den Vorkurs, ab 1928 alleine. Als Marcel Breuer 1928 das Bauhaus verlässt, übernimmt Albers die Möbelwerkstatt.
Josef Albers’ gestalterische Tätigkeit erreicht in der Bauhauszeit ihren ersten Höhepunkt. Er setzt die neuen Ideen, wonach jegliche künstlerische Tätigkeit gleichermaßen vom Zweck des Werkstücks wie auch durch die Gegebenheiten des Materials bestimmt werden müssen, in seinen Entwürfen zu Möbeln, Gebrauchsgegenständen, aber auch Typografien, Linolschnitten und Lithografien um. Diesen Lehren fühlt er sich sein Leben lang verpflichtet. Besonders spürbar wird während der Bauhauszeit in Josef Albers’ Werken aber auch der Einfluss der holländischen Künstlergruppe "De Stijl".
Nach der Schließung des Bauhauses emigriert Josef Albers in die USA. Er folgt dem Ruf an das neu gegründete Black Mountain College in North Carolina und übernimmt dort bis 1949 die Leitung der Kunstabteilung.
1933-36 ist Josef Albers Mitglied der Gruppe "Abstraction-Création", 1938 tritt er der Vereinigung "American Abstract Artists" bei. 1950 wird er Direktor des Department of Design an der Yale University. 1969 zieht der Künstler mit seiner Frau Anni Albers nach Orange bei New Haven.
Berühmt werden Josef Albers’ Variationen der "Hommage to the Square", an denen er ab 1949 arbeitet und die sein Spätwerk bestimmen. Sie entstehen aus seinen wahrnehmungstheoretischen Überlegungen heraus, die er auch in einer Reihe von Schriften formuliert, 1963 erscheint "Interaction of Color", 1972 "Formulation: Articulation". Josef Albers’ Wirken sowohl als Künstler, Theoretiker und Lehrer hat großen Einfluss auf die Entstehung der amerikanischen Farbfeld-Malerei sowie der Op-Art.
In den 1960er und 1970er Jahren arbeitet der Künstler verstärkt mit den druckgrafischen Techniken, besonders Serigrafie und Lithografie.
Josef Albers stirbt am 25.3.1976 in New Haven, Connecticut.

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